Im Jahr 2000  wurde in Coppengrave ein mittelalterlichen Steinzeugofen nach archäologischen Erkenntnissen gebaut, in Zusammenarbeit von Prof. Stephan (Universität Göttingen) und dem Töpfer Johannes Klett-Drechsel (Fredelsloh),             sowie dem Heimatverein Coppengrave.

Als wissenschaftliche Versuchsreihe haben dort inzwischen 9 Brände stattgefunden.

Die Töpfer der Region hatten im späten Mittelalter die Tatsache genutzt, dass ihr Ton zur Herstellung von Steinzeug geeignet ist, um fortan eine hochwertige, besonders harte und wasserdichte Keramik zu produzieren. Die nun hergestellten Trink- Schank- und Vorratsgefäße verschafften den  lokalen Töpfern einen Marktvorteil gegenüber anderen Töpfereien, so dass die hochwertigen Keramiken weit bis nach Großbritannien und ins Baltikum verkauft werden konnten.

Technische Voraussetzung dafür waren Öfen, die Temperaturen bis über 1160° C erreichten.

Wie das im 13./14. Jahrhundert mit Mitteln dieser Zeit möglich war, sollten die experimentellen Brände in Coppengrave erforschen.

Mittlerweile dient der Ofen nicht mehr für archäologischen Zwecken. In den letzten Jahren wurde er von Profikeramikern, Hobbytöpfern und anderen, die Spaß daran haben, genutzt. Das ist inzwischen nicht mehr möglich. Der Töpferofen kann aber nach Voranmeldung besichtigt werden.